My daily journey...

Photography

Der Niedernhof am Seeufer - nördliche Seite

Life

Niedernhof am Seeufer.

Nature

Seltener Anblick der Fußwege am Hengsteysee


"Wie an jedem winterlichen Tage war mir der innere Schweinehund mal wieder über den Kopf gewachsen. Meiner täglichen Arbeit nachgehend bin ich in mir selbst gefangen und sehe nur diese Unendlichkeit an Schneeflocken, welche sich im Winde den langen weg aus dem Himmel Richtung Erde bahnen.  Da Sitze ich nun am Nachmittag des selben Tages, als ich in mir etwas verspüre. Den drang nach einigen Wochen, die Kamera in die Hände zu nehmen und endlich wieder die Künste der Wahrnehmung zu praktizieren. Welch ein anderes Hobby erfüllt die Seele mit Glückseligkeit und Zufriedenheit in solch einem Ausmaß?! Auf diese Frage habe ich keine Antwort. 

 

Ohne zu überlegen, habe ich den nächstgelegenen See in der Heimat angesteuert um mich ein wenig, von dem weißen knirschen unter den Schuhen, besänftigen zu lassen. Diese, durch den See, gezierte Landschaft ist jedem bekannt, der in Hagen, Herdecke, Dortmund und Umgebung wohnt. Eigentlich kein allzu spektakulärer Ort. Aber dies kann auch nur meine subjektive Meinung sein."

 

 

 

 

 

 

"Die kalte Zeit, der Frost so weit, bringt Kälte in mein kleines Heim. Ich warte lang und zittre hart, die Hoffnung schon verloren  wart.

 

Klopf, Klopf, wer stört mein Leid, der Sommer, noch nicht bereit. Kommt bald zu auf, ich warte drauf.

 

Das die Kälte bald von dannen zieht. "

 

Jan Bittger

 

 

 

 

 

 

"Leise windet der Wind sich um mein armes Körperkleid, fügt mir zu unendlich Leid. Kalt ist's noch zu dieser Zeit. Ich falle, nicht jetzt aber bald."

 

Jan Bittger

"Auch an diesem Tage entging meiner Wachsamkeit nur wenig der unscheinbaren Welt. Selbst das kleine, ach so arme, zitternd frierende Blatt eroberte meine Aufmerksamkeit auf eine wundersame weise. Umgeben von gleichgesinnten hing es dort, nicht alleine, aber einsam. Dem Tode schon so nah. Ich schaue eine kurze Weile auf dieses, schon Lebensferne geäst aus gänzlich verstorbenen Pflanzenzellen und erkenne die parallele zwischen ihm und mir. Es hat seine Zeit gelebt und gewirkt. Nutze getan an seinem Ast und wiederum dem Stamm. Dann kommen Gedanken auf. Gedanken über das Leben selbst. Ich ziehe vergleiche zu der Lebensspanne die wir haben und sehe, wie schnell alles vorüber scheint."

"Langsamen Schrittes geht es vorwärts. Meter für Meter durch den dichten, wohlig schönen Schnee. Es knirscht gleichmäßig beruhigend und scheinbar sanft unter meinen Schuhen. Beruhigend wie ich finde. Angenehm und nicht störend. Ich schaue entlang dem Ufer auf die andere Seite und erkenne die Schönheit der Natur wieder einmal in ihrem prächtigsten Augenblick. Auch das Ganze ist unscheinbar in unserem Bewusstsein, wenn wir ihm nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken und einen Moment inne halten."

 

 

"Schaue tief hinein in die Ferne und sehe die Natur als das, was sie ist. Unser Lebensspender auf Lebenszeit und darüber hinaus."

" Im weiteren gehen um den See herum wird mir kalt. An diesem Tage nichts ungewöhnliches in unserer Region. Wobei der Tag schon genäht war klirrender Kälte und dem alltäglichen Chaos bei solch seltenen Wetterphänomenen. Doch lässt mein geist keine Ruh und sucht nach dem verborgenen in einer sonst so überschaubaren Welt. Die Kleinigkeiten, die es zu entdecken und sehen gibt. Worauf niemand wirklich Achtet."

"Zu guter letzt habe ich es gefunden. Dieses kleine Stückchen Wasser. Gefroren durch die klirrende Kälte. Es hing zwischen zwei Zaunstreben an genau zwei Spinnweben. Es hing einfach da und rührte sich nicht. Alls wolle es sich verstecken indem es durch die totale Unbeweglichkeit eine Unsichtbarkeit hervorrufen wolle. Doch an diesem Tage habe ich es gefunden. Das kleine Unscheinbare. :-) Ich hoffe ihr habt auch so viel Freude an den Bildern wie ich und seit stets ein wenig Aufmerksamer in eurer Umwelt.

 

Euer JB