Ein Bildband mit Tiefgang... - ... und warum ich dieses Werk erstellt habe.

Was treibt einen dazu an einen Bildband zu erstellen und dann zu veröffentlichen? Mit der Erstellung und Veröffentlichung wollen Fotografen und Autoren primär andere Menschen an dem teilhaben lassen, was sie selbst erlebt haben und/oder streben durch ihre Werke eine Monetarisierung an um sekundär ein passives Einkommen zu erwirken. Dem soll auch gerade sekundär nichts entgegenstrecken. Die primäre Basis spielt in den meisten Fällen die größte Bedeutung und die Monetarisierung soll ermöglichen, weitere Werke zu erschaffen, die den Betrachter abholen und versuchen Gefühle und Emotionen zu erwecken. Zudem dient sie dazu, die Unkosten für diese Werke zu kompensieren. 

 

Mein Bestreben liegt weitab der Monetarisierung, obwohl, auch wenngleich nur eine geringe stattfindet, sie ebenfalls die entstehenden Unkosten deckt. Wie soll es auch anders sein. Bildbände sind aufwendig in ihrer Gestaltung und Produktion, gerade wenn man sie selbst vollständig erzeugt. 

 

Doch nun zurück zu meinem Bestreben und dem Hintergrund des Bildbandes.

 

Geplant war das Werk nie. Es entstand aus einer negativen, emotionalen, Periode heraus. In dieser, wohl kurzen, doch depressiven Phase, und den länger anhaltenden Ängsten und Gedanken zu dem Tod hat sich 2019 der Notstand ergeben, sich dem Thema zu widmen bevor es mich innerlich zerfrisst.

 

Ich war, übertrieben gesehen, zu Hause gefangen. Durch einen Bruch am Fuß war mir es nicht möglich große Unternehmungen zu starten und das Leben zu leben, wie man es kennt. Arbeit, Beziehung, Hobbys usw. Sobald ich in meinem Tun eingeschränkt bin und die eigenen vier Wände nicht verlassen kann, braut sich in mir ein übermäßiges Gefühl der Einsamkeit und Langeweile gepaart mit übermäßiger Unzufriedenheit auf. Vor allem wenn man hinausschaut und dort die Sonne in ihrer vollen Pracht sieht, Temperaturen über 25°C herrschen und man eigentlich Urlaub gehabt hätte.

 

Doch es kam alles anders als gedacht. Kein Motorradtrip, der geplant war, keine Ausfahrten in die Natur, rein garnichts. Nur das Bein ruhig lagern und den Knochen verheilen lassen. Das war meine auferlegte Aufgabe für die nächste Zeit.

 

Und warum? Wegen eines kleinen Stückchens Schokolade. So lächerlich es auch klingt. Der Hunger nach der süßen Köstlichkeit hat zu dem Desaster geführt. Es entstand ein epischer Zweikampf zwischen den Zehen und dem Couchbein, welcher definitiv für die Couch ausging und ich mir den Flunken direkt zweimal brach. Zwar ist das lustig und ich selbst komme aus dem lachen nicht heraus, doch hat dieses kleine Missgeschick ein Endresultat in der Form eines Bildbandes mit tiefen und emotionalen Inhalten.

 

Durch die Gebundenheit an das heimische Sofa und der starken Langeweile sowie der steigenden Unzufriedenheit verfiel ich innerlich wieder in eine depressive Phase und schrieb deshalb meine Gedanken nieder. Sie drehten sich um den Tod, um die bisher verschwendete Lebenszeit und der eigenen Wahrnehmung bezüglich unseres Lebens. Tiefsinnig erschienen sie mir doch bei genauer Betrachtung, auch so wahr.

 

es häuften sich unzählige texte an und ich kam in den Gedanken, sie mal zusammen zu fassen um eine Art der Systematik hinein zu bringen. Doch um was für eine Systematik sollte es sich handeln? Keine Ahnung. Die Worte wahren nun geschrieben und ich wollte sie mit Bildern untermalen. 

 

Als mir die Möglichkeit der Außenaktivität wieder erlaubt war, habe ich die Zeit genutzt und bin in meinem Wohnort über die hiesigen Friedhöfe gewandelt. In einem Podcast habe ich mal gehört, dass man hier ebenso Ruhe und Besinnung tanken kann. Also warum nicht einmal etwa ausprobieren, was einem suspekt erscheint. Gesagt getan.

 

Die nächsten Tage waren kräftezehrend, denn Ruhe und Kraft machten sich erst innerlich breit, als bei den Spaziergängen die Emotionen beim Betrachten von Gräbern, Worten und Lebensdaten auf Grabsteinen mir so dermaßen die Tränen in die äugen trieb, dass alte, verdrängte, Gefühle aus mir herausbrachen. 

 

In diesen Momenten wurde mir bewusst, dass ich die Lebenszeit, die ich bisher gelebt habe, teils verschwendete und positiv betrachtet, nur die gleiche Lebenszeit noch einmal zur Verfügung steht. 

 

Während der Spaziergänge habe ich diverse Fotografien erstellt, die mich zum nachdenken brachten. Und im Nachgang untermalen sie die geschriebenen Gedanken und umgekehrt. 

 

 

Bei genauer Betrachtung der Menschen in meinem engen und weitreichenden Umfeld ist mir zugleich bewusst geworden, dass ich nicht allein bin mit der achtlosen Zeitverschwendung die wir täglich eben. Mein Bestreben mit diesem Bildband ist es den Leser, DICH, auf dein Leben aufmerksam zu machen. Ich möchte Dich dazu anregen, Gedanken zu kreieren, und Tränen zu vergießen für Menschen die dir inzwischen fern sind, da sie von uns gegangen sein könnten.

 

Ich möchte Dir die Möglichkeit geben, deinen Gefühlen, bewusst, freien Lauf zu lassen und dich mit meinen Worten und Bildern erreichen.  Und wenn du nach dem Durchbruch der emotionalen Mauer selbst dafür sorge trägst und deine Zeit intensiver nutzt, dann ist das für mich der größte Dank. 

 

Wir sind alle endlich. Wir sind alle vergänglich. Und die Vergänglichkeit darf nicht durch unsere gesellschaftlichen Werte und Normen in Vergessenheit geraten.

 

Auch berühmte und von uns gegangene Persönlichkeiten haben es schon vor langer Zeit erkannt, deshalb tragen Worte von Albert Einstein, Steve Jobs, Ernst Ferstl und weiteren berühmten Persönlichkeiten zu meinem Werk bei. Sie verinnerlichen uns die Wichtigkeit der Erkenntnis für die Vergänglichkeit.

 

Wenn du nach diesem Beitrag doch ein wenig ins Grübeln kommst und dein Leben und die vergangene Zeit hinterfragst, habe ich schon das erreicht, was ich erreichen möchte. Solltest du doch auch Interesse an meinem Bildband haben, findest du den Link zum Onlineshop unter diesem Beitrag. Ich würde mich freuen, wenn du Zeit in intensive Gedankengänge investierst und dich dem Thema öffnest.

 

Danke das du deine Lebenszeit genutzt hast um meine geschrieben Worte hier zu lesen und ich hoffe, dass du dir deiner endlichen Lebenszeit bewusst bist oder noch wirst.

 

Beste Grüße :-)

 

Jan B.

 

 

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