"Hot" and "Dead" - Pixel ausser Rand und Band

Jeder kennt sie! Oder nicht? Die Rede ist von „Hot“ -pixel und „Dead“ -pixel.

 

Falls nicht!

 

Wirst du nach diesem Artikel wissen, warum du helle Pixel in deinen Bildern wiederfindest, obwohl sie eigentlich nicht da sein sollten. Und warum manche Pixel einfach schwarz bleiben.
Woher kommen diese beiden und was kann man gegen sie unternehmen? Gehen wir zuerst auf die „Hot“ -pixel ein. Sie entstehen, wenn einzelne Pixel nicht korrekt au das einfallende Licht reagieren. „Hot“ -pixel leuchten dann heller als sie sollten.


Die hellen Pixel entstehen im Normalfall bei Langzeitbelichtungen und treten nie an der gleichen Stelle auf. Wenn du zehn Langzeitbelichtungen machst, sind auf allen zehn Bildern immer unterschiedliche Pixel „heiß geworden“. Eine hohe Umgebungstemperatur fördert zudem die Entstehung der „Hot“ -pixel. Gerade im Sommer wirst du feststellen, dass die „heißen“, also unproportionalen hellen, Pixel besonders häufig auftreten. Dies liegt an der Arbeitsweise des Kamerasensors und den physikalischen Eigenschaften von Pixeln.


„Hot“ -pixel sind schwierig zu beseitigen, da es nicht möglich ist vorherzusagen, an welchen Stellen diese Fehler auftreten werden. Zur Korrektur können Hersteller nur versuchen, die durch intelligente Mustererkennung im Bild zu finden und zu korrigieren.


Das Gegenteil von „Hot“ -pixeln sind die „Dead“ -pixel.


Diese treten bei allen Belichtungszeiten auf und sind Pixel, welche keinerlei Bildinformationen liefern. Sie sind schlicht und einfach Tot. Warum sind diese Pixelarten vorhanden? Ganz einfach. Wie in allen Bereichen der Produktion von Waren muss ein gewisser Standard eingehalten werden um entsprechende, fehlerfreie, Produkte herzustellen. Wenn hier ein wenig vom Standard abgewichen wird, kann es auch bei elektronisch, hochpräzisen, Bauteilen zu Fehlern kommen. Durch eingesetzte Software in der Kamera kann man hier aber auch entgegenwirken. Das geschieht durch die Erstellung von Referenzbildern durch die Kamera, welche diese dann als Vorgabe nimmt und die „Dead“ Pixel verrechnet. Man muss dazu sagen, dass die Pixel nicht willkürlich auftreten, sondern immer an derselben Stelle vorhanden sind. Dies macht die Korrektur zu den „Hot“ Pixeln wesentlich einfacher.


Bei unseren „Dead“ -pixeln haben wir die Möglichkeit diese über diverse Programme zu beseitigen. Das geschieht meist in der Nachbearbeitung von Bildern. Kamerahersteller können die Pixel aber auch über eine interne Software mit Anliegenden, korrekt wiedergegebenen Pixeln, verrechnen lassen. D.h. wir haben auf unserem Ausgabebild fast keine auffälligen Pixel, die das Bild stören können.

 

Nicht immer sind die Pixel durch kamerainterne Software beseitigt worden. Dann muss man selbst über diverse Bildbearbeitungssoftware wie das kostenlose Programm „GIMP“ oder andere Programme wie „Lightroom“ oder „Photoshop“, „Picasa“ usw. diese Bildfehler beheben.

Ich hoffe, dass du nun einen kleinen Einblick in die Welt der kleinen Plagegeister bekommen hast und diese auch selbstständig bekämpfen kannst. In diesem Sinne viel Spaß weiterhin bei der Bildbearbeitung und Fotografie.

 

Beste Grüße

 

Jan Bittger von JB Fotoworks Hagen

 

 

 

 

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