Subjektivität der Fotografie

Seit nunmehr eineinhalb Jahren bin ich in der Hobbyfotografie gefangen. Naja, gefangen hört sich ein wenig suspekt oder abstrus an. Ihr verfallen würde es weitaus mehr treffen. Und wie die meisten Hobbyisten da draussen war ich dem Wahn verfallen, auf die Resonanz anderer Menschen zu hören die mit meinen Bildern nichts anfangen konnten. Schlichtweg weil sie ihnen nicht gefallen haben. Was im Nachhinein betrachten ein ganz normaler Vorgang in einer Gesellschaft ist. Man kann nicht jeden bedienen und hoffen, dass jeder einzelne Betrachter die gleiche, meinem wünsch nach auch, positive Resonanz liefert. Das funktioniert in keiner Lebenslage. In keinem Beruf. Ich habe sehr schnell gelernt und auch verstanden, dass die Fotografie ein subjektives Gebiet ist. Es ist Kunst. Das Malen mit Licht. 

 

Die Kunst, so wissen es die meisten Menschen auf diesem Planeten, ist eine rein subjektive Sache. Einzelne Individuen empfinden werke von Künstlern unterschiedlich. Und woran genau liegt das?! 

 

An dem Individuum selbst. Tatsache ist, dass die Umstände der Erziehung, des Erwachsen Werdens, die Entwicklung der eingenen Wahrnehmung und etliche weitere Faktoren genau dieses hervor rufen. Wenn wir ehrlich sind, wäre es auch sehr langweilig, wenn wir alle das gleiche empfinden würden. 

 

Die Fotografie hat mich auf meinem Weg der Entwicklung einen Schritt weiter gebracht. Einen Schritt Richtung Verständnis für das Wesen des Menschen. Sie kann uns lehren wenn wir genau betrachten und hinschauen, dass alltägliche ausblenden. Sie kann uns lehren was wir sind, wie wir sind und welche Tugenden uns ausmachen. 

 

LG

 

Jan B.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0